Eine der größten Fragen, die sich Erstbesucher Islands stellen, ist, ob es sicher ist, dort Auto zu fahren. Während das Fahren in Island für diejenigen, die aus Ländern kommen, in denen bereits auf der rechten Straßenseite gefahren wird, relativ einfach ist, gibt es Faktoren, die die Erfahrung erschweren können.
Auf unseren eigenen Reisen waren die größten Überraschungen nicht die Straßen selbst, sondern wie schnell sich die Bedingungen ändern konnten, selbst an einem klaren Tag. Hier erfährst du alles, was du über sicheres Fahren in Island wissen musst.
Ist Autofahren in Island sicher?
Autofahren in Island ist für Touristen im Allgemeinen einfach, mit gut ausgebauten Hauptstraßen, besonders im Sommer. Winterbedingungen, das Fahren in abgelegenen Gebieten und F-Straßen sind jedoch anspruchsvoller. Die wahre Antwort auf sicheres Fahren liegt im Wetter, deiner Route, der Jahreszeit und deiner Fahrerfahrung.
Kurze Antwort: Wann das Fahren in Island am einfachsten, kniffligsten und am wenigsten zu empfehlen ist
Wenn du dich fragst, wie sicher das Fahren in Island ist, musst du wissen, wann es einfach ist, wann es knifflig sein kann und wann du es einfach lassen solltest.
- Am einfachsten für Selbstfahrer-Neulinge
Juni–August (Sommer)
Lange Tageslichtstunden, meist freie Straßen und guter Zugang zu Hauptstrecken wie der Ringstraße

- Kniffligste Übergangszeiten
April–Mai und September–Oktober
Sich schnell änderndes Wetter, möglicher Schnee oder Eis und weniger Dienstleistungen in ländlichen Gebieten
- Schwierigste Bedingungen
November–März (Winter)
Schneestürme, vereiste Straßen, starker Wind und sehr begrenztes Tageslicht können das Winterfahren in Island zu einer echten Herausforderung machen
- Beste Jahreszeit für insgesamt sicherste Roadtrip-Bedingungen
Mitte Juni bis Anfang September
Das stabilste Wetter und die beste Straßenerreichbarkeit im ganzen Land
- Wann man das Hochland (F-Straßen) meiden sollte
Oktober–Mai (oft länger)

Diese Straßen sind aufgrund von Schnee und unsicheren Flussdurchfahrten normalerweise gesperrt; selbst wenn sie im Sommer geöffnet sind, erfordern sie einen geeigneten 4x4 und Vertrauen in schwierige Fahrbedingungen
Was das Fahren in Island von anderen Ländern unterscheidet
Das Fahren in Island mag sich zunächst sogar vertraut anfühlen. Die Straßen unterscheiden sich nicht wesentlich von denen in Nordamerika oder anderen Teilen Europas, obwohl es möglicherweise mehr Kreisverkehre und weniger Ampeln oder Stoppschilder gibt, als du gewohnt bist. Bestimmte Bedingungen in Island können das Fahren jedoch anders machen.
In Island findest du:
- Schnelle Wetterwechsel: Die Bedingungen können sich innerhalb weniger Minuten dramatisch ändern. Wir hatten Morgen, die sonnig begannen und nach nur einer Stunde Fahrt in starken Regen und Wind übergingen, also lernten wir schnell, dem Himmel nicht zu trauen. Wettervorhersagen in Island können hilfreich sein, sind aber nicht immer zuverlässig, selbst stündlich.
- Schotterstraßen (sogar auf beliebten Routen): Nicht alle Straßen sind asphaltiert. Du fährst oft auf Schotterabschnitten mit weniger Grip und einem erhöhten Risiko von Windschutzscheibenschäden durch lose Steine, besonders beim Überholen oder Hinterherfahren.
- Einspurbrücken: Selbst auf der Ringstraße kannst du auf Einspurbrücken stoßen. Der Fahrer, der zuerst ankommt, hat Vorfahrt. Diese Brücken können zunächst einschüchternd wirken, besonders wenn jemand in die andere Richtung fährt.
- Schmale Landstraßen: Außerhalb der Stadt und größerer Ortschaften sind viele Straßen schmaler, als du es vielleicht gewohnt bist. Es gibt kaum Seitenstreifen und fast keinen Spielraum für Fehler.
- Starke Winde: Islands Winde sind viel stärker als in anderen Teilen der Welt. Sie können Autos seitwärts schieben, das Lenken erschweren und sogar Autotüren aus den Angeln biegen, wenn du beim Öffnen nicht vorsichtig bist. An einem Punkt mussten wir uns abstützen, nur um die Autotür zu öffnen. Danach haben wir immer die Windrichtung überprüft, bevor wir geparkt haben.
- Freilaufende Nutztiere: Es ist nicht ungewöhnlich, Schafe auf oder in der Nähe der Straßen zu sehen. Fahrer werden gebeten, langsamer zu fahren und ihnen Platz zu lassen, falls sie auf die Straße rennen.
- Ablenkungen durch die Landschaft: Wo auch immer du hinschaust, siehst du Wasserfälle, Gletscher, Vulkane und andere atemberaubende Sehenswürdigkeiten. Nimm niemals die Augen von der Straße und halte nicht einfach auf der Straße an, um Fotos zu machen.

All diese Faktoren machen das Fahren in Island zu einem einzigartigen Erlebnis. Auch wenn insgesamt weniger Verkehr herrscht, sind Vorsicht und Aufmerksamkeit erforderlich.
Sichere Bedingungen nach Jahreszeit
Die Sicherheit von Selbstfahrern in Island hängt von der Reisezeit ab. Manche sind einfacher als andere, und vieles hängt von deiner persönlichen Fahrerfahrung ab. Wenn du zum Beispiel aus einer Gegend kommst, in der es wenig bis gar keinen Schnee gibt, wirst du dich beim Fahren in Islands Winterwetterbedingungen nicht wohlfühlen.
Sommer (Juni–August)
Wie es sich anfühlt:
Die einfachste und sicherste Zeit, um in Island Auto zu fahren. Die Straßen sind meist frei, die Sicht ist ausgezeichnet und du hast viel Tageslicht, um das Land zu erleben.
Was sich schnell ändert:
Regen und Wind können schnell aufkommen, aber die Bedingungen sind auf den Hauptstraßen selten gefährlich.
Für wen es geeignet ist:
Erstbesucher, unsichere Fahrer und alle, die eine komplette Ringstraßen-Reise planen.
Größte Sicherheitseinschränkung:
Menschenmengen, abgelenktes Fahren aufgrund der Landschaft und gelegentlich starke Winde.
Gut für Erstbesucher?
Ja, dies ist die beste Jahreszeit für Erstbesucher.
Herbst (September–Oktober)
Wie es sich anfühlt:
Eine Übergangszeit, die noch machbar, aber weniger vorhersehbar als der Sommer ist.
Was sich schnell ändert:
Die Temperaturen sinken schnell, die Tageslichtstunden nehmen ab, und früher Schnee und Eis können ohne Vorwarnung auftauchen.
Für wen es geeignet ist:
Reisende mit etwas Fahrerfahrung, die weniger Menschenmassen und Herbstfarben möchten.
Größte Sicherheitseinschränkung:
Plötzliche Übergänge in winterähnliche Bedingungen, besonders im Norden und in den Binnenregionen.
Gut für Erstbesucher?
Ja, aber Vorsicht, flexible Pläne und Wetterbewusstsein sind erforderlich.
Winter (November–März)
Wie es sich anfühlt:
Die anspruchsvollste und am wenigsten verzeihende Jahreszeit zum Fahren. Die Bedingungen können extrem sein.

Was sich schnell ändert:
Schneestürme, vereiste Straßen, starker Wind und fast weiße Sicht können sich schnell entwickeln. Das Tageslicht ist sehr begrenzt.
Für wen es geeignet ist:
Erfahrene Winterfahrer, die mit Eis, Schnee und schlechter Sicht vertraut sind.
Größte Sicherheitseinschränkung:
Straßensperrungen, gefährliche Fahrbedingungen und schnell wechselndes Wetter.
Gut für Anfänger?
Im Allgemeinen nein, es sei denn, du hältst dich an kurze Routen in der Nähe größerer Städte und beobachtest die Bedingungen genau.
Frühling (April–Mai)
Wie es sich anfühlt:
Ähnlich wie der Herbst: sich verbessernde Bedingungen, aber immer noch unberechenbar.
Was sich schnell ändert:
Schneeschmelze, verbleibendes Eis und gelegentliche späte Schneestürme. Straßen können nass, matschig und teilweise vereist sein.
Für wen es geeignet ist:
Flexible Reisende, die gemischte Bedingungen und weniger Menschenmassen nicht stören.
Größte Sicherheitseinschränkung:
Unberechenbarkeit: Winterbedingungen können immer noch auftreten, besonders im frühen Frühling.
Gut für Anfänger?
Manchmal. Der späte Mai ist einfacher als der April, aber in beiden Monaten ist Vorsicht geboten.

Die größten Gefahren, die du vor der Fahrt verstehen solltest
Obwohl das Fahren in Island unkompliziert ist, gibt es bestimmte Gefahren, die dir bewusst sein sollten und die du in deinem Heimatland vielleicht nicht findest. Wenn du diese Herausforderungen kennst, kannst du besser entscheiden, ob du dich beim Fahren unter diesen Bedingungen wohlfühlst.
Wechselhaftes Wetter und Sicht
Das Wetter in Island kann sich schnell ändern und innerhalb von Minuten von klarem Himmel zu Regen, Nebel oder Schnee übergehen, was die Sicht beeinträchtigt.
Wichtiger Tipp: Überprüfe regelmäßig die Wetterbedingungen und passe deine Reisepläne entsprechend an. Halte nicht starr an deiner Reiseroute fest.
Übergänge auf Schotterstraßen
Isländische Straßen wechseln oft plötzlich von asphaltiert zu Schotter, was die Traktion verringert und den Bremsweg verlängert.
Wichtiger Tipp: Verlangsame rechtzeitig, wenn du einen Oberflächenwechsel siehst, und halte Abstand zu anderen Fahrzeugen.
Einspurige Brücken
In Island sind einspurige Brücken häufiger, als du denkst, besonders in ländlichen Gebieten. Wer zuerst an der Brücke ankommt, hat Vorfahrt.
Wichtiger Tipp: Nähere dich langsam, schau nach vorne und geh niemals davon aus, dass der andere Fahrer anhalten wird.

Starker Wind und Autotüren
Der starke Wind in Island kann Autotüren aus den Angeln reißen oder sie nach hinten biegen. Plötzliche Böen können dein Fahrzeug auf der Straße seitlich verschieben.
Wichtiger Tipp: Parke nach Möglichkeit mit dem Wind, und halte deine Türen beim Öffnen und Schließen fest. Halte das Lenkrad in exponierten Bereichen fest.
Müdigkeit nach der Ankunft
Viele Besucher machen den Fehler, sofort loszufahren und zu erwarten, große Strecken zurückzulegen, obwohl sie müde sind. Auf unserer ersten Reise haben wir den Fehler gemacht, den Mietwagen bei der Ankunft abzuholen und sofort so viel Strecke wie möglich zurückzulegen. Diesen Fehler machen wir nicht mehr; wir planen einen entspannten ersten Tag.
Wichtiger Tipp: Ruhe dich vor langen Fahrten aus und plane einen kurzen Ankunftstag anstatt große Entfernungen zurückzulegen.
Vieh auf der Straße
Im Sommer befindet sich Vieh häufig auf oder in der Nähe der Straßen, besonders Schafe. Ich erinnere mich, wie ich an einem Nachmittag eine Landstraße entlangfuhr, mit einem Schaf links und zwei Lämmern rechts. Als wir uns näherten, rannten die Lämmer plötzlich auf die Straße. Gut, dass wir auf diese Möglichkeit vorbereitet waren.
Wichtiger Tipp: Verlangsame in ländlichen Gebieten und sei bereit anzuhalten.

Anhalten am Straßenrand für Fotos
Isländische Straßen sind schmal und haben fast keine Seitenstreifen, daher ist es nicht sicher, einfach irgendwo am Straßenrand anzuhalten. Wir haben schnell gemerkt, dass die meisten guten Stopps innerhalb weniger Minuten sichere Ausweichbuchten haben, also besteht kein Grund, überstürzt anzuhalten. Das Risiko ist es nicht wert.
Wichtiger Tipp: Halte nur an ausgewiesenen Ausweichbuchten an, niemals mitten auf der Straße oder an Stellen mit eingeschränkter Sicht.
Was du vor jeder Fahrt in Island überprüfen solltest
Autofahren in Island bedeutet nicht nur, die Erfahrung oder Fähigkeiten zu haben, um sicher unter wechselnden Bedingungen zu fahren. Du musst jeden Morgen und im Laufe des Tages die offiziellen Bedingungen überprüfen. Wir haben unsere Reiseroute für die Südküste komplett umgeplant und Wasserfälle ausgelassen, nachdem wir die Bedingungen gecheckt hatten. Letztendlich hat die Flexibilität die Reise gerettet, und wir hatten trotzdem eine tolle Zeit.
Hier ist ein einfacher Ablauf, dem du jeden Tag folgen kannst:
Wettervorhersage
Überprüfe die detaillierte Wettervorhersage auf vedur.is, aber schau nicht nur auf die Temperatur. Beachte Windgeschwindigkeit, Niederschlag und Sichtweite. Identifiziere etwaige Wetterwarnungen.
- Warum es wichtig ist: Wind und plötzliche Stürme sind gefährlicher als kalte Temperaturen allein.
- Profi-Tipp: Überprüfe die Vorhersage am Mittag noch einmal, besonders wenn du lange Strecken fährst.

Straßenbedingungen
Verlasse dich bei deiner Routenplanung nicht ausschließlich auf Google Maps. Überprüfe die aktuellen Straßenbedingungen in Island auf road.is. Du siehst die aktuellen Echtzeitbedingungen auf einer leicht verständlichen, farbcodierten Karte.
- Warum es wichtig ist: Die Straßenbedingungen in Island ändern sich schnell. Eine als „unpassierbar“ markierte Straße hat wahrscheinlich Schnee, Eis oder andere gefährliche Bedingungen.
- Profi-Tipp: Die Bedingungen variieren stark je nach Region; geh nicht von Einheitlichkeit aus.
Sperrungen und Warnungen
SafeTravel.is ist deine beste Quelle, um Sperrungen, Wetterwarnungen und andere Sicherheitshinweise zu verfolgen.
- Warum es wichtig ist: Straßen, insbesondere Gebirgspässe und F-Straßen, können aufgrund des Wetters unerwartet gesperrt werden.
- Profi-Tipp: Melde dich für Benachrichtigungen an oder überprüfe die Karte vor der Abfahrt.
Realistische Routenplanung
Wenn du deine Route nur mit Google Maps planst, könntest du einen großen Fehler machen. Die angegebenen Zeiten stimmen nicht immer mit den Bedingungen überein, und Sperrungen sind nicht immer aktuell. Frage dich jeden Tag, ob die geplante Distanz bei dem aktuellen Wetter und der Tageslichtdauer machbar ist.
- Warum es wichtig ist: Reisezeiten sind oft länger, als sie in Navigations-Apps erscheinen.
- Profi-Tipp: Baue Pufferzeiten in deine Reiseroute ein, um zusätzliche Stopps oder langsames Fahren zu berücksichtigen.

Müdigkeitscheck
Sei ehrlich zu dir selbst, was dein Energieniveau angeht. Das ist besonders wichtig an deinem Ankunftstag und an Tagen, an denen du längere Strecken fahren planst.
- Warum es wichtig ist: Müdigkeit ist ein großer Risikofaktor und eine der Hauptunfallursachen bei Touristen, besonders bei Jetlag.
- Profi-Tipp: Verkürze deine Route, wenn du dich müde fühlst. Langsames Reisen ermöglicht dir, mehr zu genießen.
Backup-Plan
Habe immer einen Plan B für deine Island-Reise. Sich ändernde Bedingungen erfordern oft, dass du deine Pläne entsprechend anpasst. Identifiziere für jeden Tag alternative Routen, nahegelegene Städte und Übernachtungsmöglichkeiten, falls die Bedingungen es nicht zulassen, deine nächste Unterkunft zu erreichen.
- Warum es wichtig ist: Flexibilität ist entscheidend, um wetterbedingte Störungen zu berücksichtigen.
- Profi-Tipp: Halte deinen Tank gefüllt, bevor du abgelegene Gebiete befährst, um Probleme zu vermeiden.
Wann du in Island nicht fahren solltest
Auch wenn das Fahren in Island oft machbar ist, gibt es bestimmte Situationen, in denen es einfach nicht sicher ist zu fahren. Manchmal ist es die sicherste Entscheidung, nicht zu fahren, egal wie viel Erfahrung du hast. Hier sind Beispiele, wann du dich gegen das Fahren entscheiden solltest:
- Du bist nach einem Nachtflug zu müde.
Jetlag und Müdigkeit verringern deine Reaktionszeit erheblich und bringen dich und alle anderen auf der Straße in Gefahr.
- Eine Straße ist gesperrt.
Straßensperrungen sind nicht verhandelbar; sie bedeuten, dass die Straßenverhältnisse nicht zum Fahren geeignet sind.
- Die Bedingungen verschlechtern sich.
Wenn Wetterwarnungen zunehmenden Wind, Schnee oder schlechte Sicht anzeigen, ändere sofort deine Pläne, selbst wenn das Wetter für dich in Ordnung aussieht.
- Du hast keine Erfahrung mit Schnee oder Eis.
Das Fahren im Winter in Island ist deutlich anspruchsvoller als in vielen Ländern.
- Du bist dir bei einer Flussdurchquerung unsicher.
F-Straßen im Hochland beinhalten oft unüberbrückte Flüsse, die gefährlich oder unpassierbar sein können.
- Deine Route hängt von F-Straßen ab, die nicht geöffnet sind.
Diese Straßen sind die meiste Zeit des Jahres gesperrt und nur im Sommer geöffnet, wenn die Bedingungen günstig sind.

In Island ist es die sicherste Option, in bestimmten Situationen nicht zu fahren. Wenn die Bedingungen, dein Selbstvertrauen oder offizielle Anweisungen Nein sagen, höre zu; denke nicht, dass du es besser weißt als offizielle Quellen.
F-Straßen, Hochland und Flussdurchquerungen
Das Fahren ins Hochland auf den F-Straßen in Island ist ein abenteuerliches Erlebnis und ein Höhepunkt deiner Reise. Diese Routen sind jedoch mit den höchsten Risiken verbunden. Sie erfordern sorgfältiges Urteilsvermögen, die richtige Ausrüstung und volles Vertrauen. Bevor du dich auf die F-Straßen begibst, gibt es einige Dinge, die du über das Fahren dort wissen solltest:
- Nicht alle Allradfahrzeuge sind geeignet. Ein 4x4 ist für F-Straßen erforderlich, aber nicht alle sind gleich. Kleinere SUVs können mit dem rauen Gelände, tiefem Schotter und Flussdurchquerungen Probleme haben.
- Wichtiger Punkt: Bodenfreiheit und Fahrerfahrung sind genauso wichtig wie der Allradantrieb.
- F-Straßen sind die meiste Zeit des Jahres gesperrt. In der Regel sind sie nur von Mitte Juni oder Juli bis Anfang September geöffnet, abhängig von den Bedingungen.
- Wichtiger Punkt: Außerhalb dieses Zeitfensters sind die Straßen aufgrund von Schnee, Matsch und anderen unsicheren Bedingungen gesperrt, selbst wenn sie auf den ersten Blick passierbar erscheinen.
- Schäden durch Flussdurchquerungen sind nicht durch die Versicherung abgedeckt. Die meisten Hochlandrouten haben unüberbrückte Flussdurchquerungen. Selbst mit der höchsten Versicherungsstufe sind Wasserschäden am Motor oder an elektrischen Systemen nicht abgedeckt.
- Wichtiger Punkt: Dies ist einer der teuersten Fehler, den du machen kannst.
- Wenn du dir unsicher bist, kehre um. Die Wassertiefe und Strömungen können sich täglich oder sogar stündlich ändern. Es ist keine Schande umzukehren, wenn du dir nicht sicher bist oder dich nicht wohlfühlst.
- Wichtiger Punkt: Erfahrene Fahrer überspringen Durchquerungen, die sie nicht sicher bewältigen können.
- Geländefahren ist illegal. Das Fahren außerhalb markierter Straßen, egal wie geringfügig, kann erhebliche Umweltschäden verursachen. Dies führt zu hohen Geldstrafen.
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- Wichtiger Punkt: Bleibe immer auf den ausgewiesenen Straßen und Wegen, auch wenn die Bedingungen rau sind.
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F-Straßen und das Hochland bieten einige der unglaublichsten Ausblicke Islands, aber sie sind keine lockeren Fahrten. Wenn du nicht die Erfahrung hast oder dich einfach unsicher fühlst, ist es am besten, entweder auf den Hauptstraßen zu bleiben oder eine geführte Tour für das Hochland zu buchen. Als wir im Hochland unterwegs waren, sind wir einmal von einer Flussdurchquerung umgekehrt, weil etwas nicht richtig daran erschien. Rückblickend ist es immer die beste Entscheidung, wenn du dir auch nur im Geringsten unsicher bist.
Beste Bedingungen für Erstfahrer auf Selbstfahrer-Reisen
Für Erstfahrer ist das absolut einfachste und sicherste Zeitfenster zum Fahren in Island von Mitte Juni bis Anfang September. Dieser Zeitraum zeichnet sich aus durch:
- Straßen sind am besten zugänglich. Hauptstrecken wie die Ringstraße und der Golden Circle sind ohne Schnee und Eis vollständig geöffnet. Sogar einige F-Straßen beginnen Ende Juni zu öffnen.
- Das Wetter ist stabiler. Obwohl sich das Wetter immer schnell ändern kann, ist die Wahrscheinlichkeit von schweren Stürmen, vereisten Straßen oder Whiteout-Bedingungen im Sommer weitaus geringer als zu anderen Jahreszeiten.
- Fast 24 Stunden Tageslicht. Die langen Tageslichtstunden reduzieren den Zeitdruck auf deinen Fahrplan und machen das Fahren weniger stressig. Du wirst nicht hetzen müssen, um Ziele vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen.
- Einfachere Logistik und Navigation. Klare Straßen, bessere Sicht und geöffnete Dienstleistungen machen die Reiseplanung einfacher und flexibler.
- Mehr Spielraum für Fehler. Wenn sich deine Pläne aufgrund von Wetter oder Zeitplanung ändern, kannst du dich im Sommer leichter sicher anpassen als im Winter oder in den Übergangszeiten.
Der Sommer beseitigt die meisten Hauptrisikofaktoren des Fahrens in Island, sodass du dich darauf konzentrieren kannst, Islands Schotterstraßen und windige Bedingungen zu meistern, ohne weitere Faktoren hinzuzufügen. Du wirst dich nicht mit rutschigen Fahrbahnen, Dunkelheit oder häufigen Straßensperrungen auseinandersetzen müssen.
Abschließende Empfehlung: Wann ist das Fahren in Island am sichersten?
Wenn du dich für die sicherste Zeit zum Fahren in Island interessierst, spielt der Zeitpunkt eine ebenso große Rolle wie deine Fähigkeiten und Erfahrung. Hier ist eine klare Aufschlüsselung, wann du fahren solltest:
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Szenario |
Sicherster Zeitpunkt |
Warum |
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Insgesamt am sichersten für Einsteiger |
Mitte Juni – Anfang September |
Beste Kombination aus freien Straßen, langen Tageslichtstunden und weniger gefährlichen Bedingungen |
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Am sichersten für eine Ringstraßen-Reise |
Ende Juni – August |
Vollständiger Zugang zur gesamten Strecke mit minimalem Risiko von Sperrungen oder schwerem Wetter |
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Am sichersten, wenn du Stress hasst |
Juli – August |
Maximales Tageslicht, stabilstes Wetter und einfachste Fahrbedingungen |
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Am sichersten, wenn du dennoch Nebensaison-Vorteile willst |
Ende Mai oder Anfang September |
Weniger Menschenmassen und niedrigere Preise, aber immer noch relativ beherrschbare Bedingungen mit Vorsicht |
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Am wenigsten empfehlenswert für unerfahrene Fahrer |
November – März |
Schnee, Eis, starker Wind, begrenztes Tageslicht und häufige Straßenherausforderungen |
Kurz gesagt:
- Wähle den Sommer, wenn Sicherheit und Einfachheit deine Prioritäten sind
- Ziehe das späte Frühjahr oder den frühen Herbst in Betracht, wenn du flexibel bist und dich gut an wechselnde Bedingungen anpassen kannst
- Vermeide das Fahren im Winter, es sei denn, du hast gute Erfahrung und bist auf sich schnell ändernde, manchmal extreme Wetterbedingungen vorbereitet
Eine möglichst sichere Reise zu genießen, hängt nicht nur davon ab, wann du fährst, sondern auch davon, Bedingungen zu wählen, die zu deinem Komfortlevel und deiner Erfahrung passen, um deinen Stress zu reduzieren.
FAQ
Ist Autofahren in Island für Touristen sicher?
Ja, Autofahren in Island ist für Touristen im Allgemeinen sicher, besonders auf den Hauptstrecken bei guten Bedingungen. Die Sicherheit hängt jedoch stark von der Jahreszeit, dem Wetter und der Fahrerfahrung ab.
Ist es sicher, im Winter in Island zu fahren?
Aus unserer Erfahrung lag der Unterschied zwischen einer stressigen und einer entspannten Reise darin, wie oft wir die Bedingungen überprüft haben, nicht nur in der Fahrkünsten. Dennoch ist gute Winterfahrerfahrung für diese Jahreszeit ein Muss. Die Bedingungen ändern sich schnell, und Straßensperrungen sind häufig.
Welche Straßenbedingungen sind in Island am gefährlichsten?
Zu den gefährlichsten Bedingungen gehören Glatteis, starker Wind, schlechte Sicht durch Nebel oder Schnee sowie unüberbrückte Flussdurchfahrten im Hochland.
Ist der Sommer die sicherste Zeit, um in Island zu fahren?
Ja, der Sommer ist im Allgemeinen die sicherste und einfachste Zeit zum Fahren, dank offener Straßen, stabiler Wetterbedingungen und langer Tageslichtstunden.

Sind die Übergangsjahreszeiten einfacher als der Winter?
Ja, der Mai und September sind normalerweise einfachere Monate zum Fahren als der Winter, aber die Bedingungen können immer noch unberechenbar sein. Schnee, Eis und schnell wechselndes Wetter können schlechte Fahrbedingungen schaffen.
Wann öffnen die F-Straßen normalerweise?
Die F-Straßen ins Hochland öffnen in der Regel ab Ende Juni oder Juli und bleiben bis Mitte September geöffnet. Die genauen Daten hängen von Schnee, Frühjahrstauwetter und anderen Bedingungen ab.
Brauche ich einen 4x4, um sicher in Island zu fahren?
Wenn du im Sommer auf den Hauptstraßen bleibst, brauchst du keinen 4x4. Ein 4x4 ist jedoch für das Fahren auf F-Straßen erforderlich und wird im Winter oder in ländlichen Gebieten für bessere Stabilität und Sicherheit dringend empfohlen.
Was sollte ich vor jeder Fahrt überprüfen?
Überprüfe immer:
- Wettervorhersage
- Straßenbedingungen
- Sperrungen und Warnungen
- Machbarkeit der Route
- Deinen Erschöpfungsgrad
- Alternativpläne